Aus dem Musikarchiv: Georg Kröll

© Foto: Georg Kröll

Die Verbin­dung von Vergan­gen­heit und Zukunft in der Gegenwart ist ein zentrales Thema für Georg Kröll. Dieser Aspekt ist nicht nur für das künst­le­ri­sche Schaffen des am 3. Mai 1934 in Linz geborenen Kompo­nisten von Bedeutung, sondern auch für sein Enga­ge­ment in Hombroich. Seit dem ersten Insel­fes­tival 1986 begleitet Kröll das Programm als künst­le­ri­scher Berater mit beson­derem Augenmerk auf die Neue Musik.

Georg Kröll studierte an der Kölner Musik­hoch­schule (1953–1962) Klavier bei Else Schmitz-Gohr sowie Kompo­si­tion bei Frank Martin und Bernd Alois Zimmer­mann. Zwischen 1960 und 1964 nahm er mehrmals an den Inter­na­tio­nalen Feri­en­kursen in Darmstadt und an den Inter­na­tio­nalen Musik­wo­chen der Gaudeamus-Stiftung in Bilthoven teil. In diese Zeit fiel auch der Beginn seiner pianis­ti­schen Tätigkeit als Interpret Neuer Musik, als Kammer­mu­siker und Lied­be­gleiter. Kröll erhielt 1962 den Förder­preis der Stadt Köln, war 1969/70 Stipen­diat der Villa Massimo in Rom und sein Tagebuch für Klavier wurde 1999 mit dem Deutschen Musik­edi­ti­ons­preis ausge­zeichnet.

Seit 1970 lebt er in Köln, wo er von 1969 bis 1972 Mitglied der Kompo­nis­ten­ver­ei­ni­gung Gruppe 8 war und bis 1997 Kompo­si­tion und Musik­theorie an der Rhei­ni­schen Musik­schule lehrte.

Der Teil­be­stand umfasst Skizzen, Entwürfe und Manu­skripte seiner Parti­turen sowie Aufnahmen und Publi­ka­tionen seiner früheren Werke. Das Verzeichnis seiner Werke gibt einen Einblick in den hiesigen Bestand. Weitere Skizzen, Entwürfe und Parti­tur­ma­nu­skripte befinden sich im Archiv der Akademie der Künste.