Bekannt geworden ist Thomas Kling (1957–2005) durch sein poetisches und essayistisches Werk, seine performativen Sprachinstallationen sowie seine grenzüberschreitenden Beziehungen zur Musik und bildenden Kunst. Seine komplexen Gedichte zeichnen sich durch ein hohes Maß an Sprachreflexion aus. Kling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (1994), den Peter-Huchel-Preis (1997), den Ernst-Jandl-Preis für Lyrik (2001) und den Düsseldorfer Literaturpreis (2005). Seit 2000 war er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1994 bis 2005 lebte Thomas Kling auf der Raketenstation Hombroich. Dort initiierte und leitete er die Programme Hombroich : Literatur und Hombroich : Fellowship Literatur.
Nach seinem frühen Tod wurde sein Nachlass als Schenkung an die Stiftung Insel Hombroich übertragen. Er umfasst neben Archivalien auch seine Bibliothek und konnte in seinen ehemaligen Arbeitsräumen auf der Raketenstation eingerichtet werden. Das Archiv wird unter der Mitwirkung von Thomas Klings Lebens- und Arbeitspartnerin, der Künstlerin Ute Langanky, betreut. Die Ersterschließung des Nachlasses wurde durch eine Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf ermöglicht. Der Nachlass ist recherchierbar. 2011 richtete die Kunststiftung NRW die Thomas-Kling-Poetikdozentur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ein. Im November 2020 erschien im Suhrkamp Verlag die vierbändige Ausgabe der Werke von Thomas Kling. Zu diesem Anlass richtete die Stiftung Insel Hombroich im Juli 2021 ein Symposium aus. Die Aufzeichung finden Sie unter den nachstehenden Links:
“worte. und deren hintergrundstrahlung” — 23.07.2021
“worte. und deren hintergrundstrahlung” — 24.07.2021
Die technische Produktion des Symposiums
wurde unterstützt durch:
- Neustart Kultur
- Kultur.Gemeinschaften
- Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
- Kulturstiftung der Länder (KSL)
