
Thomas Kling
Als einer der ersten Künstler zog Thomas Kling (5. Juni 1957 – 1. April 2005) mit seiner Frau Ute Langanky im Dezember 1994 von Köln auf die Raketenstation Hombroich. Die beiden richteten sich im ehemaligen NATO-Befehlsstand (heute Turmgebäude) einen Wohn- und Arbeitsort ein. Von hier aus initiierte der Dichter, Essayist und Übersetzer bis kurz vor seinem Tod die Reihe Hombroich : Literatur und lud zahlreiche nationale und internationale Gäste auf die Raketenstation ein. 2000 begründete er zudem das Programm Hombroich : Fellowship Literatur. Von 1996–2005 war er Mitglied im Kuratorium der Stiftung sowie im Beirat der Fördervereins.
Kling studierte Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten in Düsseldorf, Köln und Wien, wo er 1983 erstmals öffentlich auftrat. Seitdem wurde er mit seinen energiegeladenen Lesungen, sogenannten „Sprachinstallationen“, zahlreichen Auszeichnungen und knapp 20 Buchveröffentlichungen zu einer bedeutenden Stimme seiner Generation. 2020 erschien eine vierbändige Werkausgabe im Suhrkamp Verlag, während sich sein literarischer Nachlass im Thomas Kling Archiv der Stiftung Insel Hombroich befindet.
Das Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf bietet einen digitalen Zugriff auf das Archiv: d:cult online