Thomas Kling

© Ute Langanky, VG Bild Kunst, Bonn 2025

Thomas Kling


Als einer der ersten Künstler zog Thomas Kling (5. Juni 1957 – 1. April 2005) mit seiner Frau Ute Langanky im Dezember 1994 von Köln auf die Rake­ten­sta­tion Hombroich. Die beiden richteten sich im ehema­ligen NATO-Befehls­stand (heute Turm­ge­bäude) einen Wohn- und Arbeitsort ein. Von hier aus initi­ierte der Dichter, Essayist und Über­setzer bis kurz vor seinem Tod die Reihe Hombroich : Literatur und lud zahl­reiche nationale und inter­na­tio­nale Gäste auf die Rake­ten­sta­tion ein. 2000 begrün­dete er zudem das Programm Hombroich : Fellow­ship Literatur. Von 1996–2005 war er Mitglied im Kura­to­rium der Stiftung sowie im Beirat der Förder­ver­eins.

Kling studierte Germa­nistik, Geschichte und Kunst­ge­schichte an den Univer­si­täten in Düssel­dorf, Köln und Wien, wo er 1983 erstmals öffent­lich auftrat. Seitdem wurde er mit seinen ener­gie­ge­la­denen Lesungen, soge­nannten „Sprach­in­stal­la­tionen“, zahl­rei­chen Auszeich­nungen und knapp 20 Buch­ver­öf­fent­li­chungen zu einer bedeu­tenden Stimme seiner Gene­ra­tion. 2020 erschien eine vier­bän­dige Werk­aus­gabe im Suhrkamp Verlag, während sich sein lite­ra­ri­scher Nachlass im Thomas Kling Archiv der Stiftung Insel Hombroich befindet.

Das Heinrich-Heine-Institut Düssel­dorf bietet einen digitalen Zugriff auf das Archiv: d:cult online