Landschaft im Museum Insel Hombroich

Graubner Pavillon – Architektur: Erwin HeerichKunst parallel zur Natur
Karl-Heinrich Müller faszinierte Cézannes Vorstellung von “Kunst parallel zur Natur”. Deshalb suchte er in ganz Europa nach einem Ort, an dem er diese Idee von einem Museum in der Landschaft verwirklichen konnte. 1984 fand er die Insel Hombroich bei Neuss,  ganz in der Nähe seiner Heimstadt Düsseldorf .

Hier schuf er ein einzigartiges Museum, das Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen bietet. Das gesamte Gelände ist Landschaftsschutzgebiet. Bitte beachten Sie deshalb den Inselkodex.

© Stiftung Insel Hombroich, 2013Alter Park
Der von Ausläufern der Erft umgrenzte Park mit einer Villa aus dem Jahr 1816 ist die Keimzelle von Museum Insel Hombroich.
Das Gelände mit seinem historischen Pflanzen- und Baumbestand, den Teichen und Wasserläufen fand Karl-Heinrich Müller in einem verwilderten Zustand vor.
Der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte legte die etwa 1816 angelegten Strukturen wieder frei und ergänzte sie mit Anpflanzungen. 
Essay von Bernhard Korte: Topos

IMG_5518Auen
Wo einst karge Ackerflächen die Landschaft prägten, schuf der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte eine arkadische Landschaft. Er legte Wasserflächen wieder an, deren Ursprung er in alten Karten fand und pflanzte einheimische ebenso wie exotische Bäume. In die Landschaft von Hombroich wird so viel wie nötig un so wenig wie nötig eingegriffen. Dieses Prinzip Kortes verfolgen die Hombroicher Gärtner konsequent.

 

  

DSC_0057Terrasse
Als letzten Abschnitt legte Bernhard Korte die etwas höher gelegene Terrasse an. Auch hier verwandelte er Ackerflächen in eine vielfältige Landschaft.

 

 

 

 

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERABauerngarten

Am Rande der Terrasse legte Bernhard Korte einen Nutzgarten mit Obstwiesen an. So entstand ein weiterer Aspekt von Landschaft.  

Unter dem Motto Hombroich : Freiwillig unterstützen ehrenamtliche Mitarbeiter die Pflege der Landschaft zu jeder Jahreszeit und helfen bei der Obsternte. Anschließend helfen sie die Ernte zu Produkten wie Marmeladen und Säften zu verarbeiten.

3 Sat-Museumscheck, Video

 

 

Hombroich Winter 2008_9 Bild0063Im Wandel der Jahrezeiten
Die Stimmung  im Museum Insel Hombroich ist von der sich im Wandel der Jahreszeiten ändernden Landschaft geprägt: Im Frühling entfalten die blühenden Pflanzen ihre Farbenpracht, der Sommer lässt das Grün üppig wuchern, im Herbst leuchten die bunten Blätter und Nebel schweifen über die Auen und im Winter, wenn der Schnee die Auen bedeckt zeigt sich das typische Bild einer niederrheinischen Landschaft mit Kopfweiden.