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Michael Growe – Transformator

01. Januar 199731. Dezember 2017
Wachhaus, Raketenstation

1997 wurde Michael Growe von Karl Heinrich Müller aufge­for­dert, das Wachhaus mit einer perma­nenten Instal­la­tion zu füllen. Es entstand der „Trans­for­mator“, der in den folgenden zehn Jahren — einer Votivgabe ähnelnd — an der Einfahrt zur ehema­ligen Rake­ten­sta­tion zu sehen war.

In den Innenraum wurden Gips­karton-Wände als Malgrund einge­setzt. Drei der Wand­seiten waren den Elementen gewidmet und zeigten voll­flä­chige Chiffren für Feuer, Erde und Wasser. Die vierte Wand trug einen Text aus dem Buch Salomo:

 

DASZ ICH WEISZ

WIE DIE WELT

GEMACHT IST

UND DIE KRAFT

DER ELEMENT…

 

Die Decke war dem Element Luft vorbe­halten und erwei­terte das Wandbild in die Vertikale. Eine im Raum plat­zierte Bank lud zum Verweilen ein. Die farbigen Chiffren wurden stand­genau, aber Schwarz-Weiß auf die Fenster gemalt. Durch die Fenster des Häuschens waren die vier Elemente-Chiffren nur ohne Farbe und frag­men­ta­risch, also nicht zu entschlüs­seln zu sehen.

2017 veran­lasste Michael Growe den Rückbau der Instal­la­tionen, um das Gebäude für wech­selnde Ausstel­lungen frei­zu­geben. Schließ­lich rief er 2023 in Koope­ra­tion mit der Kunst­aka­demie Düssel­dorf die Wachhaus-Ausstel­lungs­reihe ins Leben.