Michael Growe – Transformator

1997 wurde Michael Growe von Karl Heinrich Müller aufgefordert, das Wachhaus mit einer permanenten Installation zu füllen. Es entstand der „Transformator“, der in den folgenden zehn Jahren — einer Votivgabe ähnelnd — an der Einfahrt zur ehemaligen Raketenstation zu sehen war.
In den Innenraum wurden Gipskarton-Wände als Malgrund eingesetzt. Drei der Wandseiten waren den Elementen gewidmet und zeigten vollflächige Chiffren für Feuer, Erde und Wasser. Die vierte Wand trug einen Text aus dem Buch Salomo:
DASZ ICH WEISZ
WIE DIE WELT
GEMACHT IST
UND DIE KRAFT
DER ELEMENT…
Die Decke war dem Element Luft vorbehalten und erweiterte das Wandbild in die Vertikale. Eine im Raum platzierte Bank lud zum Verweilen ein. Die farbigen Chiffren wurden standgenau, aber Schwarz-Weiß auf die Fenster gemalt. Durch die Fenster des Häuschens waren die vier Elemente-Chiffren nur ohne Farbe und fragmentarisch, also nicht zu entschlüsseln zu sehen.
2017 veranlasste Michael Growe den Rückbau der Installationen, um das Gebäude für wechselnde Ausstellungen freizugeben. Schließlich rief er 2023 in Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf die Wachhaus-Ausstellungsreihe ins Leben.