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Zwischenraum — Sammlung als Dialog

02. April24. Juli 2022
Atelierhaus, Museum Insel Hombroich

Zwischen­raum — Sammlung als Dialog
Diese Ausstel­lung insze­niert in Auswahl und Hängung einen Dialog zwischen den Exponaten über Zeiten und Orte hinweg. Hier begegnen sich Werke und Artefakte, auch bisher noch nie gezeigte, aus der Sammlung des Museums Insel Hombroich, die dessen Gründer Karl-Heinrich Müller über viele Jahre zusam­men­trug.
In asso­zia­tiver Folge spannt sich ein Bogen paral­leler bild­ne­ri­scher Formu­lie­rungen verschie­dener Kulturen und Künstler:innen. So nimmt beispiels­weise ein Bild von Hans Arp das Gespräch mit einer ebenfalls auf quadra­ti­schen Konstel­la­tionen basie­renden „Feder­ar­beit“ der perua­ni­schen Nazca-Kultur auf. Karten der Traumzeit indigener Völker Austra­liens korre­spon­dieren mit über 5000 Jahre alten ägyp­ti­schen Vasen und einer Holztür aus der Südsee. Drei­ecks­formen schlagen eine Brücke zwischen einem Mantel von Henri Matisse, einer irani­schen Schale oder einem ägyp­ti­schen Henkel­topf. Bilder und Skulp­turen von Yves Klein, Eduardo Chillida, Gotthard Graubner, Lovis Corinth, Madeleine Kemeny-Szemere entfalten mit Gefäßen, Steinen und archäo­lo­gi­schen Fund­stü­cken aus China, Kambo­dscha oder dem Iran einen Dialog, bei dem das Welt­um­span­nende künst­le­ri­scher Form­fin­dungen sinnlich erfahrbar wird. Wie schon in den aktuell geschlos­senen Pavillons Labyrinth und Zwölf-Räume-Haus präsen­tiert sich hier eine Sammlung als uner­schöpf­li­cher Fundus bild­ne­ri­scher Zwie­sprache.

Auswahl und Konzept: Georg Schmidt