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Wachhaus #5: Silja Lenz

05. November31. Dezember 2023
Wachhaus, Raketenstation

In Margine
Eröffnung am 5. November, 14 Uhr
Mo–So 10–18 Uhr
Im Frühjahr diesen Jahres startete die Stiftung Insel Hombroich eine Koope­ra­tion mit der Kunst­aka­demie Düssel­dorf. In deren Rahmen sind Studie­rende der Akademie alle zwei Monate einge­laden, eine Arbeit im Wachhaus der Rake­ten­sta­tion Hombroich zu reali­sieren. Die fünfte Ausstel­lung macht am 5. November Silja Lenz. Sie studiert seit 2022 an der Kunst­aka­demie und ist seit diesem Jahr in der Klasse von Peter Piller.

Im Rahmen ihrer Ausstel­lung im Wachhaus auf der Rake­ten­sta­tion Hombroich zeigt Silja Lenz die Arbeit „In Margine“. Sie besteht aus verbo­genen Heu-Gittern: Das Heu wird durch Hinzu­fügen anderer Mate­ria­lien (Kunst­stoff, Draht) in eine gitter­ar­tige Form gezwungen. Je nach Betrach­tung wirken sie wie ein Spin­nen­netz oder Schutz­wall. Mit der Zeit verliert das Heu durch die Sonnen­strah­lung seine grüne Farbe und wird gelblich. Da die Gitter nach jedem Transport repariert werden müssen, ergeben sich an einzelnen Stellen sichtbare Farb­kon­traste.

Benannt ist die Arbeit nach einem Buch von Connie Palmen, welches in erster Linie von einer obses­siven Liebes­be­zie­hung handelt und hierbei das Gefühl eines porösen Span­nungs­ver­hält­nisses trans­por­tiert, das durch emotio­nalen Klebstoff zusam­men­ge­halten wird. Übersetzt ins Deutsche bedeutet „Margine“ „Spanne; Spielraum; Rand; Begren­zung; Toleranz“.

Am Samstag, 09. Dezember 2023, findet eine Lesung von Silja Lenz und Luca Lienemann im Wachhaus der Rake­ten­sta­tion Hombroich statt. Angelehnt an die Arbeit “In Margine”, die derzeit im Wachhaus auf der Rake­ten­sta­tion Hombroich gezeigt wird, werden Silja Lenz und Luca Lienemann sich textlich der Porosität und Wandel­bar­keit von mensch­li­chen Bezie­hungen annähern. Hierfür werden abwech­selnd Text­aus­schnitte aus dem Buch “I.M.” von Connie Palmen gelesen und durch eigene Texte ergänzt.