In Margine
Eröffnung am 5. November, 14 Uhr
Mo–So 10–18 Uhr
Im Frühjahr diesen Jahres startete die Stiftung Insel Hombroich eine Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf. In deren Rahmen sind Studierende der Akademie alle zwei Monate eingeladen, eine Arbeit im Wachhaus der Raketenstation Hombroich zu realisieren. Die fünfte Ausstellung macht am 5. November Silja Lenz. Sie studiert seit 2022 an der Kunstakademie und ist seit diesem Jahr in der Klasse von Peter Piller.
Im Rahmen ihrer Ausstellung im Wachhaus auf der Raketenstation Hombroich zeigt Silja Lenz die Arbeit „In Margine“. Sie besteht aus verbogenen Heu-Gittern: Das Heu wird durch Hinzufügen anderer Materialien (Kunststoff, Draht) in eine gitterartige Form gezwungen. Je nach Betrachtung wirken sie wie ein Spinnennetz oder Schutzwall. Mit der Zeit verliert das Heu durch die Sonnenstrahlung seine grüne Farbe und wird gelblich. Da die Gitter nach jedem Transport repariert werden müssen, ergeben sich an einzelnen Stellen sichtbare Farbkontraste.
Benannt ist die Arbeit nach einem Buch von Connie Palmen, welches in erster Linie von einer obsessiven Liebesbeziehung handelt und hierbei das Gefühl eines porösen Spannungsverhältnisses transportiert, das durch emotionalen Klebstoff zusammengehalten wird. Übersetzt ins Deutsche bedeutet „Margine“ „Spanne; Spielraum; Rand; Begrenzung; Toleranz“.
Am Samstag, 09. Dezember 2023, findet eine Lesung von Silja Lenz und Luca Lienemann im Wachhaus der Raketenstation Hombroich statt. Angelehnt an die Arbeit “In Margine”, die derzeit im Wachhaus auf der Raketenstation Hombroich gezeigt wird, werden Silja Lenz und Luca Lienemann sich textlich der Porosität und Wandelbarkeit von menschlichen Beziehungen annähern. Hierfür werden abwechselnd Textausschnitte aus dem Buch “I.M.” von Connie Palmen gelesen und durch eigene Texte ergänzt.

