Joanna Piotrowska. Thump

Die Stiftung Insel Hombroich zeigt die erste Einzelausstellung der polnischen Künstlerin Joanna Piotrowska in Deutschland. Piotrowska ist vor allem für ihre fotografischen Arbeiten bekannt, präsentiert ihre Aufnahmen aber auch in Filmprojektionen und Installationen mit skulpturalen Elementen. In ihren thematischen Serien beschäftigt sie sich immer wieder mit menschlichen Beziehungen und den Räumen, die diese prägen. Dabei sind die Bildinhalte sehr reduziert, die Fotografie schwarz-weiss, die Personen einfach gekleidet, die Räume alltäglich. Die Spannung der Arbeiten ergibt sich aus den Konstellationen, die durch Anweisungen und Manipulationen entstehen. In den Räumen für Fotografie auf der Raketenstation Hombroich wird erstmals die Serie Enclosures umfassend präsentiert, die die Lebensräume von Tieren in Zoos darstellt. Zuletzt fiel sie durch ihre Teilnahme an New Photography 2018 im MoMa, New York, sowie durch Einzelausstellungen auf, die 2019 in der Tate Britain, London, und in der Kunsthalle Basel sowie 2020 in der Zacheta National Gallery of Art in Warschau stattfanden.
Kuratiert von Frank Boehm
mit Raphaela Eggers