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Fotografische Inkunabeln aus der Sammlung Kahmen II

01. April19. August 2018
Räume für Fotografie, Siza-Pavillon, Raketenstation

Foto­gra­fi­sche Inku­na­beln aus der Sammlung Kahmen II
Die Stiftung Insel Hombroich eröffnet eine neue Ausstel­lungs­reihe, die sich klas­si­schen wie zeit­ge­nös­si­schen Posi­tionen der Foto­grafie widmet. Den Auftakt macht die zwei­tei­lige Ausstel­lung Foto­gra­fi­sche Inku­na­beln aus der Sammlung Kahmen I+II, die Höhe­punkte der Foto­gra­fie­ge­schichte von der histo­ri­schen Foto­grafie bis heute zeigt, darunter auch foto­gra­fi­sche Arbeiten bildender Künstler, die dieses Medium gele­gent­lich genutzt haben.
Foto­gra­fi­sche Inku­na­beln aus der Sammlung Kahmen I zeigte Arbeiten von Berenice Abbot, Eugène Atget, Bernd und Hilla Becher, Walker Evans, David Octavius Hill, Tata Ronkholz, August Sander, Oskar Schlemmer, Otto Steinert und anderen.
Bildeten im ersten Teil der Ausstel­lung Pioniere der Foto­grafie einen Schwer­punkt, sind im zweiten neben einzelnen Posi­tionen dieser frühen Foto­grafie – Hugo Erfurth, Otto Steinert, Wols – vor allem Vertreter der jüngeren Foto­gra­fie­ge­schichte zu sehen: Pidder Auberger, Cécile Bauer, Frank Gaudlitz, Ulrich Wüst und andere. Daneben stehen Aufnahmen vorwie­gend bildender Künstler, die sich auch des foto­gra­fi­schen Mediums bedient haben, wie Hans-Peter Feldmann, Henry Moore oder Oskar Schlemmer.

Der Sammler Volker Kahmen (1939–2017) hat die zwei­tei­lige Ausstel­lung noch selbst konzi­piert; nach seinem Tod übernahm Frank Boehm die Einrich­tung des zweiten Teils gemäß Kahmens Vorstel­lungen. Volker Kahmens Grund­la­gen­werk Foto­grafie als Kunst (1973) wurde in vier Sprachen übersetzt. Der Großteil seiner foto­gra­fi­schen Sammlung wurde 1984 vom Getty Museum (Los Angeles) erworben, bis auf wenige Stücke, von denen er nicht bereit war, sich zu trennen. Diese bildeten den Grund­stock einer neuen foto­gra­fi­schen Sammlung, die Volker Kahmen seitdem bis zu seinem Tod aufbaute.