Großer ökologischer Umbau

Bauberichte der Stiftung Insel Hombroich

Mit der Sanierung von Kassen­haus, Schnecke und Tadeusz-Pavillon begann 2012 eine erste Instand­set­zungs­phase für Erwin Heerichs begehbare Skulp­turen auf der Insel Hombroich. 2021 konnte dank der umfas­senden Förderung des Bundes, des Landes NRW sowie weiterer Unter­stützer ein tief­grei­fender ökolo­gi­scher Umbau im Museum beginnen. Seitdem ermög­li­chen ein unter­ir­di­sches Geother­mie­feld, eine verbor­gene Tech­nik­zen­trale und demnächst eine Photo­vol­ta­ik­an­lage eine nach­hal­tige Ener­gie­wirt­schaft auf der Insel.

Im Sommer 2024 konnte endlich das Laby­rinths mit grund­le­gend über­ar­bei­tetem Lüftungs- und Heiz­kon­zept sowie einem eigens für Hombroich entwi­ckelten Glasdach wieder eröffnet werden. Nun steht mit der Fertig­stel­lung des Zwölf-Räume-Hauses der Abschluss der großen Sanie­rungs­maß­nahmen kurz bevor.

Trotzdem gehen die Arbeiten auch an anderer Stelle weiter. Hier finden Sie stets aktuell den Stand des Sanie­rungs­fort­schritts auf dem Gelände der Stiftung Insel Hombroich.

Sachstand: 18. Mai 2026

Im Museum


Zwölf-Räume Haus
Der Pavillon wurde voll­ständig mit einem neuen Glasdach versehen, das große Schutz­dach ist wieder verschwunden. Derzeit laufen letzte Innen­bau­ar­beiten: Einzelne Marmor­platten des Fußbodens werden ausge­tauscht, die sanierte Ein­gangs­türen wieder eingebaut, die Maler­ar­beiten laufen auf Hoch­touren. Abschlie­ßend werden innen die Lüftungs­gitter montiert und die Vitrinen vom Schlosser aufge­ar­beitet.

Die Fertig­stel­lung und feier­liche Wieder­eröff­nung des Gebäudes ist für den 21. Juni 2026 termi­niert.

Cafeteria
Auch dieses Gebäude wird jetzt mit Geothermie beheizt, die alte Gashei­zung ist Geschichte. Auch ein Großteil der schrägen Glas­fas­sade wurde voll­ständig erneuert, lediglich der Glasturm auf der Ecke ist noch in Arbeit. Noch bis Juni 2026 ist mit kleineren Einschrän­kungen bei der Pavil­lon­nut­zung zu rechnen, dann wird auch hier eine neue ener­gie­schüt­zende Vergla­sung instal­liert sein. Im Sommer folgt schließ­lich noch die Reparatur des Sockel­be­reichs des Gebäudes.


Atelier­haus
Die Sanierung des Flach­dachs des ehema­ligen Atelier- und Wohn­hauses von Gotthard Graubner wurde abge­schlossen. Zur Zeit läuft die Sanierung der Wände und von Teilen des Fußbodens im Innern. Danach wird das Gebäude für neue Ausstel­lungen aus der Sammlung zur Verfügung stehen.


Hohe Galerie
Diese Heerich-Skulptur musste wegen eines undichten Glas­da­ches geschlossen werden. Voraus­sicht­lich im Sommer 2026 werden hier ebenfalls das Dach erneuert und die feuchten Wände saniert. Im Anschluss wird das Haus wieder zugäng­lich sein.

Auf der Raketenstation


Archiv­ge­bäude
Die von Erwin Heerich entwor­fene begehbare Skulptur wurde im vergan­genen Jahr umfassend saniert. Von außen nicht einsehbar, befindet sich auf dem zum Innenhof geneigten Dach nun eine Photo­vol­ta­ik­an­lage, die das gesamte Haus mit Energie versorgt. Der Innen­ausbau inklusive eines neuen Fußbodens wurde an den Bedarfen der Archiv­nut­zung angepasst.

Mitt­ler­weile sind die umfang­rei­chen Archi­va­lien- und Biblio­theks­be­stände an ihren Standort zurück­ge­kehrt. Die Arbeits­plätze wurden von oben nach unten in einen zentralen Büroraum verlegt und ein neuer Quaran­tä­ne­raum einge­richtet. In Kürze ziehen auch die nicht im Museum gezeigten Samm­lungs­be­stände wieder in den kleinen Depot­be­reich ein.


One Man House
Das komplett aus Holz errich­tete Gebäude wurde neu isoliert und innen renoviert. Die Balken­kon­struk­tion wurden gereinigt, teilweise ersetzt und abge­schliffen. Sobald das Wetter wieder etwas wärmer wird, folgt der schüt­zende Anstrich mit weißer Holzlasur. Während­dessen aber ziehen die ersten Künstler:innen schon wieder für ihre Gast­auf­ent­halte ein.

Die abgeschlossenen Projekte


Labyrinth: Der größte Ausstel­lungs­pa­villon im Museum eröffnete 2024 nach umfas­sender Sanierung mit grund­le­gend über­ar­bei­tetem Lüftungs- und Heiz­kon­zept sowie einem eigens für Hombroich entwi­ckelten Glasdach. Das sanfte Tages­licht erhellt die Kunst nun nahezu frei von UV-Strahlung und mit deutlich redu­ziertem Wärme­ein­trag.

Kassen­haus: Dieses Eingangs­ge­bäude zum Museum erhielt 2017 ein neues Steh­falz­dach und einen über­ar­bei­teten Fußboden. Zugleich wurde die Raum­auf­tei­lung in der heutigen Form umor­ga­ni­siert und eine neue Möblie­rung reali­siert.

Tadeusz-Pavillon: 2015 wurde das Gebäude mit einem ener­gie­ef­fi­zi­enten Glasdach, neuer Wand­hei­zung und Lüftungs­an­lage wieder­eröffnet. Eine erste Geother­mie­boh­rung versorgt den Pavillon und die Schnecke mit Erdwärme.

Schnecke: Ebenfalls 2015 konnte auch dieses Haus für die grafische Sammlung mit neuem Dach und neuer Wand­be­hei­zung saniert werden. Direkt daneben nahm ein im Boden errich­tetes Unter­flur­bau­werk die tech­ni­schen Anlagen auf.