Mit der Sanierung von Kassenhaus, Schnecke und Tadeusz-Pavillon begann 2012 eine erste Instandsetzungsphase für Erwin Heerichs begehbare Skulpturen auf der Insel Hombroich. 2021 konnte dann dank der umfassenden Förderung des Bundes, des Landes NRW sowie weiterer Unterstützer ein tiefgreifender ökologischer Umbau im Museum beginnen. Seitdem ermöglichen ein unterirdisches Geothermiefeld, eine verborgene Technikzentrale und demnächst eine Photovoltaikanlage eine nachhaltige Energiewirtschaft auf der Insel.
Im Sommer 2024 konnte mit der Wiedereröffnung des Labyrinths mit grundlegend überarbeitetem Lüftungs- und Heizkonzept sowie einem eigens für Hombroich entwickelten Glasdach ein weiterer Sanierungsabschnitt vollendet werden. Das sanfte Tageslicht erhellt die Kunst nun nahezu frei von UV-Strahlung und mit deutlich reduziertem Wärmeeintrag. Im Sommer 2026 steht der Abschluss dieser energetischen Sanierung auch für das Zwölf-Räume-Haus an.
An dieser Stelle finden Sie stets aktuell den Stand des Sanierungsfortschritts auf dem Gelände der Stiftung Insel Hombroich.
Sachstand: 23. Februar 2026
Im Museum
Zwölf-Räume Haus
Der Pavillon wurde vollständig mit einem Schutzdach überbaut, das nach Abschluss der Arbeiten dem Auftragnehmer als neue Werkshalle dienen wird. Das Gebäude ist rundum eingerüstet und unter dem Dach wurde es mittlerweile vollständig entglast. Innen wurden im vergangenen Herbst alle Rohre für die Wandkühlung/-heizung verlegt und auch der Putz ist bis auf die finale Kalkschicht bereits aufgebracht.
Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten ist für Juni 2026 terminiert.
Cafeteria
Die Umrüstung von der alten Gasheizung auf Geothermiewärme ist abgeschlossen, sodass das Gebäude nun vollständig aus nachhaltigen Energiequellen betrieben wird. An einem ersten Teilabschnitt der Fassade hat der Austausch der blind gewordenen Verglasung begonnen. Dieser Eingriff ist herausfordernd, da er im laufenden Betrieb erfolgt und die 45°-Neigung der Gläser eine neu zu entwickelnde Profilarchitektur erfordert.
Noch bis Ende März 2026 ist voraussichtlich mit kleinen Einschränkungen bei der Pavillonnutzung zu rechnen, dann wird auch hier eine neue energieschützende Verglasung installiert sein.
Atelierhaus
Das Flachdach des ehemaligen Atelier- und Wohnhauses von Gotthard Graubner musste wegen Feuchtigkeitseintritt saniert werden. Diese Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen, nun steht lediglich noch die Sanierung der Wände im Innern aus. Danach wird das Gebäude für neue Ausstellungen aus der Sammlung zur Verfügung stehen.
Hohe Galerie
Diese Heerich-Skulptur musste wegen eines undichten Glasdaches geschlossen werden. Voraussichtlich im Sommer 2026 werden hier ebenfalls das Dach erneuert und die feuchten Wände saniert. Im Anschluss wird das Haus wieder zugänglich sein.
Auf der Raketenstation
Archivgebäude
Die von Erwin Heerich entworfene begehbare Skulptur wurde im vergangenen Jahr umfassend saniert. Von außen nicht einsehbar, befindet sich auf dem zum Innenhof geneigten Dach nun eine Photovoltaikanlage, die das gesamte Haus mit Energie versorgt. Der Innenausbau inklusive eines neuen Fußbodens wurde an den Bedarfen der Archivnutzung angepasst.
Mittlerweile sind die umfangreichen Archivalien- und Bibliotheksbestände an ihren Standort zurückgekehrt. Die Arbeitsplätze wurden von oben nach unten in einen zentralen Büroraum verlegt. Zur Zeit wird der neue Quarantäneraum eingerichtet und als letztes ziehen die nicht im Museum gezeigten Sammlungsbestände in den kleinen Depotbereich ein.
Zum Tag der Archive am 7. März 2026 wird das Gebäude erstmals wieder für Besuchende geöffnet.
One Man House
Das komplett aus Holz errichtete Gebäude wurde neu isoliert und innen renoviert. Die Balkenkonstruktion wurden gereinigt, teilweise ersetzt und abgeschliffen. Sobald das Wetter wieder etwas wärmer wird, folgt noch der schützende Anstrich mit weißer Holzlasur. Währenddessen aber ziehen die ersten Künstler:innen schon wieder für ihre Gastaufenthalte ein.
Die abgeschlossenen Projekte
Labyrinth: Der größte Ausstellungspavillon im Museum eröffnete 2024 nach umfassender Sanierung mit grundlegend überarbeitetem Lüftungs- und Heizkonzept sowie einem eigens für Hombroich entwickelten Glasdach. Das sanfte Tageslicht erhellt die Kunst nun nahezu frei von UV-Strahlung und mit deutlich reduziertem Wärmeeintrag.
Kassenhaus: Dieses Eingangsgebäude zum Museum erhielt 2017 ein neues Stehfalzdach und einen überarbeiten Fußboden. Zugleich wurde die Raumaufteilung in der heutigen Form umorganisiert und eine neue Möblierung realisiert.
Tadeusz-Pavillon: 2015 wurde das Gebäude mit einem energieeffizienten Glasdach, neuer Wandheizung und Lüftungsanlage wiedereröffnet. Eine erste Geothermiebohrung versorgt den Pavillon und die Schnecke mit Erwärme.
Schnecke: Ebenfalls 2015 konnte auch dieses Haus für die grafische Sammlung mit neuem Dach und neuer Wandbeheizung saniert werden. Direkt daneben nahm ein im Boden errichtetes Unterflurbauwerk die technischen Anlagen auf.