
Nach dem Kauf der Insel Hombroich bot Karl-Heinrich Müller 1982 dem Maler Gotthard Graubner den ersten Stock im historischen Kutscherhaus als Atelier an. Es entstand eine enge Zusammenarbeit, unter anderem durch gemeinsame Reisen nach Fernost und Graubners Beratung beim weiteren Aufbau der Sammlung. Wegen seines „sicheren Auges“ (Müller) und seinem besonderen Gespür für Farben und Ästhetik erhielt er zudem den Auftrag zur Installation der Sammlungsobjekte in den begehbaren Skulpturen von Erwin Heerich. 1996 wurde ihm, ebenfalls nach Heerichs Plänen, ein eigenes Atelierhaus am Eingang des Parks errichtet, das er bis zu seinem Tod mit seiner Lebenspartnerin Kitty Kemr bewohnte.
Im sächsischen Vogtland geboren, kam Graubner 1954 nach Düsseldorf und studierte an der dortigen Akademie bei Georg Meistermann und Karl Otto Götz. Nach einer kurzen Zeit als Kunsterzieher erhielt er 1969 eine Professur an der HfbK Hamburg, von 1976 bis 1998 lehrte er an der Kunstakademie Düsseldorf. Er war Teilnehmer der documenta 4 sowie der documenta 6 und bespielte 1982 den deutschen Pavillon der Biennale Venedig.