Gotthard Graubner

1987 © Foto: Tomas Riehle, Bild­ar­chiv Foto Marburg

Nach dem Kauf der Insel Hombroich bot Karl-Heinrich Müller 1982 dem Maler Gotthard Graubner den ersten Stock im histo­ri­schen Kutscher­haus als Atelier an. Es entstand eine enge Zusam­men­ar­beit, unter anderem durch gemein­same Reisen nach Fernost und Graubners Beratung beim weiteren Aufbau der Sammlung. Wegen seines „sicheren Auges“ (Müller) und seinem beson­deren Gespür für Farben und Ästhetik erhielt er zudem den Auftrag zur Instal­la­tion der Samm­lungs­ob­jekte in den begeh­baren Skulp­turen von Erwin Heerich. 1996 wurde ihm, ebenfalls nach Heerichs Plänen, ein eigenes Atelier­haus am Eingang des Parks errichtet, das er bis zu seinem Tod mit seiner Lebens­part­nerin Kitty Kemr bewohnte.

Im säch­si­schen Vogtland geboren, kam Graubner 1954 nach Düssel­dorf und studierte an der dortigen Akademie bei Georg Meis­ter­mann und Karl Otto Götz. Nach einer kurzen Zeit als Kunst­er­zieher erhielt er 1969 eine Professur an der HfbK Hamburg, von 1976 bis 1998 lehrte er an der Kunst­aka­demie Düssel­dorf. Er war Teil­nehmer der documenta 4 sowie der documenta 6 und bespielte 1982 den deutschen Pavillon der Biennale Venedig.