
Auf Einladung von Karl-Heinrich Müller begann der Bildhauer Erwin Heerich (29. November 1922 – 6. November 2004) im Herbst des Jahres 1982 damit, die ersten begehbaren Skulpturen für die Insel Hombroich zu planen. Dazu erhielt der Künstler ein Atelier im dortigen historischen Kutscherhaus. Bereits im Frühjahr 1983 begannen die Bauarbeiten für die Hohe Galerie, es folgten unmittelbar darauf die Orangerie und der Graubner-Pavillon. Nach Müllers Zukauf weiterer Flächen entstanden so bis 1993 insgesamt elf seiner Bauten auf dem Museumsgelände.
Heerich wuchs in Kassel auf, studierte nach Kriegsende bei Ewald Mataré an der Kunstakademie Düsseldorf, wurde 1951 dessen Meisterschüler und übernahm 1969 dort selbst eine Professur, die er bis zu seiner Emeritierung 1987 innehatte. Unter anderem nahm er 1968 mit seinen geometrischen Kartonplastiken an der documenta 4 und 1977 in der Sektion Zeichnung an der documenta 6 teil. Sein künstlerischer Nachlass befindet sich in der Stiftung Insel Hombroich.