Erwin Heerich

© Foto: Tomas Riehle, Bild­ar­chiv Foto Marburg

Auf Einladung von Karl-Heinrich Müller begann der Bildhauer Erwin Heerich (29. November 1922 – 6. November 2004) im Herbst des Jahres 1982 damit, die ersten begeh­baren Skulp­turen für die Insel Hombroich zu planen. Dazu erhielt der Künstler ein Atelier im dortigen histo­ri­schen Kutscher­haus. Bereits im Frühjahr 1983 begannen die Bauar­beiten für die Hohe Galerie, es folgten unmit­telbar darauf die Orangerie und der Graubner-Pavillon. Nach Müllers Zukauf weiterer Flächen entstanden so bis 1993 insgesamt elf seiner Bauten auf dem Muse­ums­ge­lände.

Heerich wuchs in Kassel auf, studierte nach Kriegs­ende bei Ewald Mataré an der Kunst­aka­demie Düssel­dorf, wurde 1951 dessen Meis­ter­schüler und übernahm 1969 dort selbst eine Professur, die er bis zu seiner Emeri­tie­rung 1987 innehatte. Unter anderem nahm er 1968 mit seinen geome­tri­schen Karton­plas­tiken an der documenta 4 und 1977 in der Sektion Zeichnung an der documenta 6 teil. Sein künst­le­ri­scher Nachlass befindet sich in der Stiftung Insel Hombroich.