Anatol Herzfeld

2018 © Foto: Arne Birken­stock

Auf dem neu erwor­benen Gelände der Insel Hombroich baute Karl-Heinrich Müller 1982 für Anatol (bürger­lich Karl-Heinz Herzfeld, 21. Januar 1931 – 10. Mai 2019) eine ehemalige Scheune zu einem Atelier nach dessen Vorstel­lungen im Stil einer ostpreu­ßi­schen Bauern­kate um. Hier arbeitete der ehemalige Meis­ter­schüler von Joseph Beuys fast täglich an seinen Skulp­turen in Stein, Holz und Stahl. Auch nach Eröffnung des Museums führte er diese prägende Präsenz in Hombroich – zumeist gemeinsam mit seiner Frau Erdmute (Misi) – fort und disku­tierte leiden­schaft­lich mit den Besu­chenden über Kunst und Politik.

Nach einer ersten Lehre als Schmied in den Nach­kriegs­jahren wechselte er von 1952 bis 1991 in den Poli­zei­dienst in Düssel­dorf (Schwer­punkt Verkehrs­er­zie­hung) und widmete sich parallel von 1964 bis 1972 einem Kunst­stu­dium an der dortigen Akademie. Drei Mal, 1972, 1977 und 1982, wurde Anatol zur documenta in Kassel einge­laden.